Obwohl wegen der Coronakrise die meisten Flugzeuge am Boden bleiben, wurde vom Landesverkehrsministerium ein zweiter Verfahrensschritt zur Einspruchnahme im laufenden Planfeststellungsverfahren zum Antrag des Düsseldorfer Flughafens auf eine Kapazitätserweiterung gestartet. Keiner kann derzeit sagen, wie die Entwicklung auf dem Luftverkehrssektor langfristig sein wird. Aber trotzdem wurde das Verfahren, um zukünftig mehr Flugverkehr über Ratinger Wohngebieten durchführen zu können, in Gang gesetzt. Um mehr Fluglärm und Luftschadstoffe zu vermeiden, ist es notwendig, erneut gegen die beantragte Ausweitung der Flugbewegungen einzusprechen. Ratinger gegen Fluglärm e.V. gibt Ihnen hiermit Informationen zum Verfahrensablauf und Ihren Einspruchsmöglichkeiten im Rahmen der Offenlage der ergänzenden und geänderten Unterlagen. Außerdem wird ein Formblatt angeboten, mit dem ohne großen Aufwand jeder Bürger einen Einspruch einlegen kann. Bitte machen Sie Gebrauch von Ihrem Einspruchsrecht.

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Der Luftverkehr in NRW braucht unbedingt eine strukturelle Ordnung. Ein starker Verdrängungswettbewerb sowohl unter den Fluggesellschaften als auch unter den NRW-Flughäfen verlangt nach einem Luftverkehrskonzept NRW. "Ratinger gegen Fluglärm e.V." fordert seit Jahren eine entsprechende Initiative von der NRW-Landesregierung. Dabei kooperieren die Bürgerinitiativen mit den Naturschutzverbänden - BUND. Über die Aspekte, die im Luftverkehrskonzept behandelt und erfasst sein sollten, informiert Sie ein umfassendes Papier des BUND-NRW. Es ist sehr zu begrüßen, dass sich nach langem Zögern das Landesverkehrsministerium endlich entschlossen hat, diese Aufgabe umzusetzen. Derzeit werden von einem Gutachterkonsortium Vorschläge für ein Konzept erarbeitet. Eine breite Beteiligung der Bürger ist im weiteren Verfahren vorgesehen. Dabei werden die Interessen der Ratinger Bürger auch von der Bürgerinitiative vertreten.

Hier finden Sie das Papier zum Luftverkehrskonzept

Die Belastung ist für die Menschen in den Städten rund um den Flughafen Düsseldorf ein drängendes Problem. In der kommenden Wahlperiode des Landtags werden die Weichen gestellt, ob diese Belastung sogar noch zunehmen soll oder ob es gelingt, durch eine intelligente Luftverkehrspolitik für NRW die Belastungen für die Anwohner durch Lärm und Schadstoffe zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund legen die Initiativen gegen Fluglärm aus Düsseldorf, Essen, Ratingen, Meerbusch, Kaarst und Mönchengladbach, stellvertretend für die mehr als 40.000 Einwender im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Kapazitätserweiterung am Düsseldorfer Flughafen ihre Erwartungen für die anstehenden Koalitionsverhandlungen vor. 

 Hier die Datei: Positionspapier

Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens zum Antrag der Flughafen Düsseldorf GmbH zur Erweiterung der Kapazität für den Düsseldorfer Flughafen ist der sogenannte Erörterungstermin nach sechs Verhandlungstagen abgeschlossen worden. Die Vertreter der Einsprecher gegen den Plan, in Düsseldorf den Flugbetrieb immens auszuweiten, haben die Position der vom Fluglärm betroffenen Bürger gegen die Haltung und Absicht des Flughafens verteidigt und die entsprechenden Argumente vorgetragen.

In einer Schlussbewertung haben gemeinsam die Bürgerinitiativen und die Städte eine erste Bilanz der zum gößten Teil heftigen Diskussionen gezogen. Für die Bürger von Ratingen haben die Stadt und "Ratinger gegen Fluglärm e.V." an dem Termin die Interessen der Betroffenen beharrlich eingebracht. Nach diesem Termin wird dem Landesverkehrsministerium als Planfeststellungsbehörde, die letzlich über Annahme oder Ablehnung bzw. eine Modifizierung des Antrags zu entscheiden hat, ein Wortprotokoll der Erörterungen als Basis für die "Minister-Entscheidung" vorgelegt.

Schlussbewertung zum Erörterungsverfahren